Depression in Schleswig-Holstein:
Zahlen und Hilfe
Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie können Menschen jeden Alters betreffen und sich erheblich auf das Denken, Fühlen, Handeln und den Alltag auswirken. Auch in Schleswig-Holstein leben mehrere Hunderttausend Menschen mit einer ärztlich dokumentierten depressiven Erkrankung.
Diese Seite ordnet aktuelle Zahlen für Schleswig-Holstein ein, zeigt regionale Unterschiede und führt zu geeigneten Informations- und Hilfsangeboten.

Wie häufig sind Depressionen in Schleswig-Holstein?
Nach den aktuellen Daten des Gesundheitsatlas Deutschland wurde im Jahr 2024 bei rund 307.500 Menschen ab zehn Jahren in Schleswig-Holstein innerhalb eines Jahres eine Depression ärztlich dokumentiert. Das entspricht etwa 11,4 Prozent der Bevölkerung dieser Altersgruppe.
Die Zahlen beruhen auf Krankenkassendaten, die durch das Wissenschaftliche Institut der AOK auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet wurden. Erfasst werden depressive Episoden, wiederkehrende depressive Störungen und anhaltende depressive Erkrankungen einschließlich Dysthymien.
Regionale Unterschiede
Die Häufigkeit ärztlich dokumentierter Depressionen unterscheidet sich regional. Im Jahr 2024 reichte der Anteil von etwa 9,5 Prozent in Flensburg bis zu 12,9 Prozent im Kreis Ostholstein. Wählen Sie einen Kreis oder eine kreisfreie Stadt aus, um die Werte für das Datenjahr 2024 anzuzeigen.
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Kartengrundlage: NordNordWest/Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; farblich und interaktiv bearbeitet. Die vollständige Datenquelle ist unter der Tabelle angegeben.
Alle Kreise und kreisfreien Städte als Tabelle anzeigen
| Region | Hochgerechnete Zahl | Anteil |
|---|---|---|
| Flensburg | 8.300 | 9,5 % |
| Nordfriesland | 15.200 | 9,8 % |
| Rendsburg-Eckernförde | 26.500 | 10,5 % |
| Dithmarschen | 13.300 | 10,8 % |
| Stormarn | 24.900 | 11,2 % |
| Pinneberg | 33.100 | 11,2 % |
| Neumünster | 8.300 | 11,4 % |
| Kiel | 26.600 | 11,5 % |
| Lübeck | 23.600 | 11,8 % |
| Herzogtum Lauenburg | 22.000 | 11,8 % |
| Plön | 14.200 | 11,9 % |
| Segeberg | 30.600 | 11,9 % |
| Schleswig-Flensburg | 22.400 | 12,0 % |
| Steinburg | 14.600 | 12,1 % |
| Ostholstein | 24.000 | 12,9 % |
Datenquelle: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Gesundheitsatlas Deutschland – Depressionen, Datenjahr 2024, Darstellung „Anteil faktisch“, abgerufen am 1. September 2026. Die Personenzahlen wurden vom WIdO auf die Wohnbevölkerung hochgerechnet und hier auf volle Hundert gerundet.
Zahlen richtig einordnen
Die Angaben erfassen ausschließlich ärztlich dokumentierte Depressionen. Menschen, die keine professionelle Hilfe gesucht haben oder deren Erkrankung noch nicht erkannt wurde, sind nicht enthalten. Die Zahlen bilden daher nicht vollständig ab, wie viele Menschen depressive Beschwerden erleben.
Regionale Unterschiede können unter anderem mit der Alters- und Sozialstruktur, gesundheitlichen Belastungen sowie der Inanspruchnahme und Dokumentation medizinischer Leistungen zusammenhängen. In Schleswig-Holstein kommen unterschiedliche Entfernungen und Zugangswege in städtischen und ländlichen Regionen hinzu. Aus den Daten allein lässt sich deshalb weder die Qualität der Versorgung ableiten noch erklären, warum einzelne Menschen erkranken.